Sulzgrieser Gespräche

Reformator und Revoluzzer
Mit Andreas Malessa
Donnerstag, 25. Januar 2018, 20 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus, Kelterstraße 21, Esslingen
Eintritt frei, Spenden erbeten

Er war von Luthers Reformation schon enttäuscht, als sie noch im Gang war. Papst und Bischöfe entmachten, ohne Kaiser und Fürsten vom Thron zu stoßen? Nicht mit ihm, dem Anwalt der Armen. Dem visionären Priester, der früher als Luther die Messe auf Deutsch hielt und - ebenfalls früher - heiratete als der Reformator aus Wittenberg. Thomas Müntzer aus Mühlhausen in Thüringen war der geistige Führer der radikalen reformatorischen Bewegung. Am 27. Mai 1525 wurde der Reformator und Revoluzzer hingerichtet.
Aber woher nahm Müntzer seine Ideen? Und warum scheiterten sie im Bauernkrieg?
Haben ausgerechnet lateinamerikanische Katholiken Müntzers Prinzip von „Kampf und Kontemplation“ aufgegriffen? Und wer in der Ökumene des 21.Jahrhunderts bewahrt das Erbe des „linken Flügels der Reformation“?
Kurz vor dem Reformations-Jahr hat der Theologe und Journalist Andreas Malessa in Sulzgries über Martin Luther gesprochen. Jetzt wendet er sich in einem weiteren Vortrag dem Reformator und Revoluzzer Thomas Müntzer zu.

Thomas Müntzer

Das Denkmal für den Theologen und Freiheitskämpfer Thomas Müntzer entstand zu Zeiten der atheistischen DDR. Geschaffen hat es der Bildhauer Will Lammert. Es wurde 1957 in Müntzers Wirkungs- und Sterbeort Mühlhausen in Thüringen aufgestellt.